Ihr Ziel ist es, die Weinbau- und Weinherstellungstätigkeit sowie Innovationen in diesem Bereich zu fördern und zu unterstützen und gleichzeitig die Weiterbildung der in diesem Sektor tätigen Personen zu begünstigen. Wir tragen insbesondere zur Entwicklung der Stiftung des Conservatoire Mondial du Chasselas bei, die für Know-how und Tradition steht.
Gleichzeitig setzen wir uns für die Aufwertung des einzigartigen weinbaulichen, architektonischen und kulturellen Erbes des Lavaux ein, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, um dessen Weitergabe an künftige Generationen zu gewährleisten.
Zahlreiche Pflanzenarten sind hier beheimatet, darunter einige sehr seltene, und auch die Tierwelt ist sehr vielfältig. Die Pflanzenvielfalt profitiert von der perfekten Lage, dem wohltuenden Einfluss des Sees und den geschützten Mikroklimata. Um mehr über diese natürlichen Werte zu erfahren und sie besser bekannt zu machen, hat die Fondation Bovard bei einem renommierten Büro für biologische Forschung eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben. Die Studie, die in den Jahren 2021 und 2022 durchgeführt und 2025 abgeschlossen wurde, zeigt, dass die Biodiversität im Lavaux in den letzten Jahrzehnten nicht abgenommen hat. Sie muss jedoch geschützt werden, insbesondere durch konkrete Massnahmen zum Erhalt der Flora und Fauna
Es möchte die Öffentlichkeit, die Winzer und die Forscher für die zahlreichen Chasselas-Sorten und ihre jeweiligen Eigenschaften sensibilisieren. Das Ziel ist es, die Rebstöcke auszuwählen, die am besten an die verschiedenen Terroirs, die sich wandelnden Geschmacksvorlieben der Verbraucher und die klimatischen Veränderungen angepasst sind. Es geht auch um Qualität: langfristig soll ein Weißwein der Spitzenklasse produziert werden.
as kann kaum jemand mit Sicherheit sagen. Es gibt nur wenige wissenschaftliche Studien zum Lagerpotenzial dieser Rebsorte. Deshalb haben Agroscope und die Hochschule für Weinbau und Önologie in Changins mit Unterstützung des Kantons Waadt und der Fondation Bovard ein experimentelles Forschungsprojekt zum gereiften Chasselas gestartet. Die Studie läuft zwar noch, doch ein Bericht aus dem Jahr 2024 hat bereits positive Einflüsse qualitativer und quantitativer Faktoren aufgezeigt.
Le projet bénéficie de la participation de vignerons de Lavaux et de La Côte. Il entend répondre à plusieurs problématiques liées à la gestion de l’enherbement et de la fertilisation de la vigne. Les premiers résultats montrent l’influence majeure de l’entretien du sol sur la nutrition azotée de la vigne.
Das vom Historiker Jean-Pierre Bastian verfasste Werk beschränkt sich nicht auf die historische Dimension des Lavaux. Es beleuchtet Kunst, Architektur und Literatur sowie gesellschaftliche und weinbauliche Entwicklungen. Reich bebildert, hat es zum Ziel, das Verständnis für das Leben einer Bevölkerung und ihres Lebensraums über die kommunalen Besonderheiten hinaus zu erweitern.
Eine solche historische Übersicht fehlt bislang im Waadtland und in der Region. Guillaume Favrod konzentrierte sich auf die erste Etappe dieses dokumentarischen Vorhabens: eine Bestandsaufnahme der Archive, Studien, populärwissenschaftlichen Werke oder privaten Dokumente, die es langfristig ermöglichen werden, diese historische Studie über das Lavaux und den Kanton zu erstellen. Er legte der Fondation Bovard seine Schlussfolgerungen im Jahr 2024 vor.
Louis-Philippe Bovard (1934) steht als Vertreter der 14. Generation an der Spitze des Familienweinguts und zählt zu den renommiertesten Winzern der Schweiz.Zunächst schlug er eine Karriere als Verwaltungsfachmann ein und leitete sowohl das Office des vins vaudois (1963–1973) als auch den Comptoir suisse (1973–1983). 1983 trat er die Nachfolge seines Vaters als Winzer an und widmete sich zahlreichen Studien, Initiativen und Innovationen, wie beispielsweise der Einführung von Chenin blanc, Sauvignon blanc und Syrah im Lavaux.
Louis-Philippe Bovard gründete das Weinmuseum in Aigle, die „Mémoire des vins suisses“, „Arte Vitis“, die „Baronnie du Dézaley“ und das „Conservatoire Mondial du Chasselas“ oder war an deren Gründung beteiligt. Einige seiner emblematischen Weine erhielten die höchsten nationalen und internationalen Auszeichnungen sowie die besten Bewertungen in Fachführern wie dem Parker-Guide.
Anne-Christine Bovard (1942–2021), geborene Bachmann, war die Ehefrau von Louis-Philippe Bovard und arbeitete als Übersetzerin und Dolmetscherin für Unternehmen wie BBC Brown, Boveri & Cie.
Da sie sich leidenschaftlich für die Landwirtschaft und das architektonische Erbe interessierte, leitete sie die Restaurierung und den Bau von Dorfhäusern.